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Universal Design for Learning als Möglichkeit inklusionsorientierter Lehrer*innenbildung in der Fachdidaktik Sachunterricht

Poster des LehrprojektsDörte Kanschik

Fakultät Sozialwissenschaften

Integrative Fachdidaktik Sachunterricht und Sozialwissenschaften

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Herausforderung / Problem

  • Wie lässt sich das Universal Design for Learning (UDL) so in die Lehrveranstaltung integrieren, dass es nicht nur zur Gestaltung von Lernarrangements im Rahmen der LV genutzt wird, sondern gleichzeitig auch als Instrument zur Konzipierung inklusiven Unterrichts einen Lerninhalt für Studierende darstellt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es Studierenden bei der Reflexion der Lerninhalte aus den verschiedenen Perspektiven (Lernende in der Lehrveranstaltung und zukünftige Lehrende) zu unterstützen?

Lösung / Idee

  • Didaktische Doppeldecker-Situationen als Möglichkeit das, womit man sich inhaltlich beschäftigt, auch gleichzeitig zu erleben und wieder in die kognitive Auseinandersetzung mit dem Inhalt einzubeziehen. Zwei Ebenen subjektiver Theorien werden so gezielt miteinander verbunden, wobei Widersprüche und Übereinstimmung sichtbar werden können. Insbesondere in der Lehramtsausbildung wird diesen großes Potenzial zu geschrieben (vgl. Wahl 2013)

4 Phasen didaktischer Doppeldecker (vgl. Wahl 2013)

  1. Vorauslaufende metakommuikative Phase: zwei Bearbeitungsebenen des Doppeldeckers transparent machen
  2. Handeln, konkretes Erleben (Studierende als Lernende)
  3. Gemeinsame Reflexion des abgelaufenen Prozess aus Sicht von Studierenden und Lehrender
  4. Studierende reflektieren das praktisch erlebte und theoretisch reflektierte Geschehen aus der Perspektive zukünftiger Lehrender

Konzept / Methoden

  • Konzipierung einer Lerneinheit mit dem Ziel sich Herkunft und Struktur des UDLs sowie seine Verwendung als Instrument zur inklusiven Unterrichtsplanung mit Hilfe UDL-basierter Lernarrangements möglichst selbstständig  (d.h. Studierenden geleitet) zu erschließen.
  • Eigenes Planungshandeln als Lehrende zur Analyse durch Studierende frei geben.
  • Privat geführte Lerntagebücher als Lernbegleiter und Rahmen zur (Selbst-)Reflexion (vgl. Degenhardt/ Karagiannakis 2008)
  • Regelmäßige Anlässe zur Reflexion in verschiedenen Formen (schriftlich: anonym an die Dozentin und privat im Lerntagebuch, mündlich in Diskussionsrunde und im Plenum, Positionierung im Raum als lebende Skala u.a.)

Ergebnisse / Verbesserungsmöglichkeiten / Feedback / Evaluation

  • Didaktische Doppeldecker-Situationen haben sich in vielfacher Hinsicht als gewinnbringend erwiesen: hohes Engagement und Eigenleistung Studierender; Schwierigkeiten inklusiver Unterrichtsplanung, z.B. im Kontext offener Lernarrangements; wurden selbst erlebt und konnten so zunächst aus Lernendenperspektive und dann aus Perspektive zukünftiger Lehrender tiefgehend reflektiert werden.
  • Privat geführte Lerntagebücher waren wenig ertragreich. Wahrscheinlich ist es sinnvoller, diese in eine umfassendere Portfolioarbeit einzubetten anstatt sie als isolierten (zusätzlichen) Arbeitsauftrag anzulegen.

Literatur

Degenhardt, Marion/ Karagiannakis, Evangelia (2008): Lerntagebuch, Arbeitsjournal und Portfolio. Drei Säulen eines persönlichen Lernprozess-Begleiters. In: Neues Handbuch Hochschullehre. Berlin, Loseblattsammlung, Griffmarke C 2.13 (42 Seiten)

Wahl, Diethelm (2013): Lernumgebungen erfolgreich gestalten. Vom trägen Wissen zum kompetenten Handeln. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt



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