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Digital Learning Leadership

Steckbrief
‣ nächster Start 26.11.2018
‣ Anmeldesschluss 05.10.2018
‣ Dauer 2 Semester, berufsbegleitend, 11 Präsenztage, 360 Zeitstunden (Präsenzzeiten und Selbststudium, entspricht 12 ECTS)
‣ Kosten 1.990 EUR (zahlbar in 3 Raten)
‣ Veranstaltungsort Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte, Hohe Straße 141, 44139 Dortmund
‣ Teilnehmerzahl maximal 25 Personen
‣ Studienleitung OStD Martin Fugmann, Schulleiter am Ev. Stiftischen Gymnasium, Gütersloh, bis 2016 Schulleiter an der German International School of Silicon Valley.
‣ Wissenschaftl. Leitung Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Lehrstuhl Schulpädagogik an der Universität Paderborn, Arbeitsschwerpunkte: Digitalisierung von Schule und Unterricht, u.a. Leiterin des Nationalen Forschungszentrums der Studie ICILS 2018 (Internationale Computer und Information Literacy Study).
Termine 2018/2019
Tag 1+2: 26. - 27.11.2018, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Digitalisierung in Schule und Unterricht: Die Rolle der Schulleitung im Transformationsprozess
Tag 3+4: 04.02.2019 - 05.02.2019, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Das Medienkonzept als integraler Bestandteil des Schulentwicklungsprozesses
Tag 5+6: 02.04.2019 - 03.04.2019, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Digitale (Kommunikations-) Plattformen und ihre Potentiale für partizipatives Führungshandeln
Tag 7+8: 03.06.2019 - 04.06.2019, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Digitalisierung von Bildungslandschaften - Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien in regionalen Bildungsnetzwerken
Tag 9+10: 03.07.2019 - 04.07.2019, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Datengestützte Schul– und Unterrichtsentwicklung mit Hilfe digitaler Instrumente
Tag 11: Herbst 2019: Abschluss und Prüfung (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

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Digitalisierung stellt eine große Herausforderung für alle Akteure im Bildungssystem dar. Das Alltagsleben ist umfassend von der Digitalisierung geprägt. Im Zeitalter von Industrie 4.0 sind Konzepte zur Einbeziehung digitaler Medien in der Schule überfällig. Aktuelle Studien zeigen, dass deutsche Schülerinnen und Schüler international den Anschluss verlieren könnten. Pädagogisch durchdachte Konzepte sind der Schlüssel, die schulisches Lernen mit digitalen und durch digitale Medien in seiner Wirksamkeit unterstützen.

Schulleitungen und pädagogische Führungskräfte nehmen an dieser Stelle eine zentrale Rolle ein. Ihre zentralen Aufgaben beziehen sich auf die Vorbereitung, Moderation und Steuerung von Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen, die das Lehren und Lernen mit digitalen Medien entlang der Herausforderungen und Zielsetzung der eigenen Schule ausgestalten. Neben konkreten Aufgaben, wie die Umsetzung bundeslandspezifischer Konzepte, etwa des Medienkompetenzrahmens NRW in ein schulisches Medienkonzept, gehört die Entwicklung von pädagogischen Perspektiven für die eigene Schule vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen zu den Zukunftsaufgaben für Schulleitungen und pädagogischen Führungskräften. Neues zu wagen, Rückhalt zu geben und das Kollegium zu ermutigen und zu bestärken, gemeinsam neue Wege zu erproben gehören genauso dazu, wie sich konkret in Schulentwicklungsprozesse einzubringen und zukunftsweisende Entscheidungen für die Schule zu treffen.

Die Digitalisierung nimmt in diesem Sinne Schulleitungen und pädagogische Führungskräfte in die Verantwortung, zielführende Schulentwicklungsprozesse zu steuern und schulische Rahmenbedingungen zu schaffen.

 

Studieninhalte (Beispiele):

  • Schul– und Unterrichtsentwicklung im Kontext von Digitalisierung
  • Rolle der Schulleitung im Transformationsprozess „Digitalisierung von Schule und Unterricht
  • Vorstellung von Entwicklungsvorhaben der Landesregierungen und daraus resultierende Aufgaben für Schulleitungen und andere pädagogische Führungskräfte
  • Lernmanagementsysteme
  • Entwicklung und Reflexion schulischer Medienkonzepte
  • Nicht-hierarchische Kommunikationsplattformen und Content-Management-Systeme
  • Digitalisierung und regionale Bildungsnetzwerke
  • Digitale Feedback– und Evaluationsinstrumente

 

Ziel des Studiums: 

Ziel des Zertifikatskurses ist die Qualifizierung von Führungskräften zur Umsetzung der Digitalisierung an der einzelnen Schule mit Fokus auf Schul- und Unterrichtsentwicklung.

 

Zielgruppe:

Der Zertifikatskurs wendet sich an Führungskräfte im Schulbereich, die mit der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten des Landes mit Fokus auf Schul- und Unterrichtsentwicklung befasst sind, also an Schulleitungen, Didaktische Leitungen, Fachgruppen– und Stufensprecher/innen, Steuergruppenvorsitzende, Kompetenzteamleitungen, Medienberater/innen und andere pädagogische Führungskräfte.

 

Zertifikat:

Nach erfolgreichem Abschluss (Studienarbeit und mündliche Präsentation) erwerben die Teilnehmenden ein Universitäts-Zertifikat nach § 62 Hochschulgesetz NRW, verliehen durch die Technische Universität Dortmund, Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie.

 

Bewerbung:

Sie können sich bis zum Anmeldeschluss am 5.10.2018 über dieses Bewerbungsformular schriftlich für den Universitäts-Zertifikatskurs anmelden. In dem Entgelt von 1.990 EUR (zahlbar in 3 Raten) sind Verpflegung und Kursmaterialien enthalten.

Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie den AGBs des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ zu.

 

Modulinhalt:

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Das erste Modul wird, ausgehend von den in Kollegien, Elternschaft und Gesellschaft verbreiteten Haltungen, die sich zwischen Skepsis und Euphorie bewegen, die zentralen Aspekte digitaler Schul- und Unterrichtsentwicklung adressieren. Darüber hinaus werden die Entwicklungsvorhaben der Landesregierung NRW (siehe Positionspapier vom Dezember 2016) und die daraus resultierenden Aufgabenprofile für Schulleitungen vorgestellt und in praktische Szenarien übertragen. Zu klären ist, was die Digitalisierung von Schule für die Rolle von Führungskräften bedeutet. Aspekte der Organisations- und Unterrichtsentwicklung in der Schule im Rahmen der Initiativen des Landes NRW sind zu klären. Hinzu kommt die Erläuterung des Studienrahmens (Lerntagebuch, Prüfungsordnung, Vorstellung der Module, Vorstellung der Lehrenden, Prüfungsformalia)

Im zweiten Modul werden digitale Oberflächen und Lernmanagementsysteme für Schulen vorgestellt und angewendet, die nachweislich einen Mehrwert für das Unterrichten und Lernen in folgenden Bereichen bedeuten: Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning individualisierte Rückmeldungen über Lernerfolge und die Förderung der kollegialen Zusammenarbeit in professionellen Lerngemeinschaften. Lernmanagementsysteme sind geeignet, Unterrichtsentwicklung im Hinblick auf Individualisierung und Umgang mit Heterogenität voranzubringen. Dazu müssen Schulleitungen in die Lage versetzt werden, die Potentiale digitaler Lernumgebungen vor dem Hintergrund des Ziels individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern auszurichten. In diesem Zusammenhang sollen exemplarisch Bausteine und Leitlinien schulischer Medienkonzepte auf der Basis verbindlicher Kompetenzrahmen (vgl. Medienpass NRW) erarbeitet werden, die pädagogische und technische Aspekte so miteinander verknüpfen, dass die TN z.B. dazu befähigt werden, z.B. sog. Pflichtenhefte für kommerzielle Anbieter in Zusammenarbeit mit dem Schulträger zu erstellen.

Dieses Modul wird den Umgang mit nicht-hierarchischen Kommunikations- , Content Management und Lernmanagement- Plattformen (z. B. Wikis, shared documents, Foren, Blogs, …) in den Fokus rücken. Schulische Homepages werden ebenfalls auf ihre kommunikativen Chancen hin untersucht und eigene Anforderungen an Websites werden entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Konzepte kennenlernen und selbst entwickeln, mit denen partizipative Führung und kollegiale Kooperationen in Fachkonferenzen, Qualitätszirkeln, auch paritätisch besetzten schulischen Arbeitskreisen durch digitale Kommunikation unterstützt werden können. Dabei wird es auch um die Wissensorganisation auf Schulservern gehen, aber vor allem um die Gestaltung interaktiver und partizipativer Kommunikations- und Diskussionsprozesse auf digitalen Plattformen.

Die Veränderungspotentiale, die sich für die Unterrichtskultur durch die Digitalisierung ergeben, sind enorm. Empirische Studien belegen, dass Changemanagement-Prozesse dort den größten Effekt haben, wo alle Partner im Bildungswesen in kommunalen bzw. regionalen Netzwerken kooperieren und Schulentwicklung als regionale Aufgabe verstanden haben. Anlässlich der finanziellen und pädagogischen Herausforderungen scheint dies auch im Bereich der Digitalisierung unerlässlich. In diesem Modul werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Digitalisierung als regionales bzw. kommunales Bildungsprojekt entwickeln. Projektpläne mit Zielen, Verantwortlichkeiten, Ressourcen werden beispielhaft erstellt und ausgewertet.

Die Umsetzung digitaler Konzepte in Schule und Unterricht muss von Beginn an systematisch evaluiert und begleitet werden. Dazu muss sich jede Schule als lernende Institution begreifen, die ihre Maßnahmen auch auf der Basis valider und reliabler Datenerhebung vornimmt. Feedbackkultur, Evaluationsroutinen etc. müssen in selbstständigen Organisationen zum täglichen Handwerk gehören. In diesem Modul werden den Teilnehmern digitale Feedback- und Evaluationsinstrumente vorgestellt, die für Richtungsentscheidungen und Führungshandeln wichtige Daten liefern können. Außer dem von den Unfallkassen zur Verfügung gestellten Instrument IQES werden weitere Instrumente vorgestellt, vor allem solche aus dem Werkzeugkasten von QUA-LiS und dem IFS. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Evaluationsschemata entwickeln, die geeignet sind, die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien evaluierend zu begleiten und Möglichkeiten zur nachhaltigen Steuerung zu geben.

Der Zertifikatskurs schließt mit einer Universitätsprüfung ab. Diese besteht aus einer schriftlichen Abschlussprüfung, die sich auf die Gestaltung digitaler Lern- und/oder Kommunikationsarrangements bezieht und die neuen Rollen und Chancen pädagogischer Führungskräfte im Kontext des DLL reflektiert. Die Arbeit sollte Beispiele eigener Arbeit und eventuell weitere Dokumente enthalten. Am letzten Tag des Kurses werden die Ergebnisse im Zusammenhang gesichtet und Vorschläge zur Weiterentwicklung des Kurses erarbeitet sowie die Zertifikate vergeben.

 

Die Weiterbildung wird in Trägerschaft des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ durchgeführt.



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Kontakt

Dr. Jörg Teichert
Geschäftsführer

 

M.A. Erz. Wiss. Daniel Neubauer
Tel.: 0231 755-6632

 

 

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